Körper, Gesundheit und Ernährung

Gesundheitsförderung ist nicht eine Aktion, die im Rahmen eines Projektes durchgeführt wird, sondern findet grundsätzlich im Alltag seinen Platz. Um langfristig erwünschte Verhaltensweisen und Einstellungen zu erreichen, spielen Lernen durch aktives Tun und ein Lernen an Vorbildverhalten eine wichtige Rolle.   

Ganzheitliche Gesundheitserziehung beinhaltet eine Vielzahl von Bereichen:

Grundkenntnisse über den eigenen Körper und die Psyche

In der Kindertagesstätte vermitteln wir den Kindern Kenntnisse über den eigenen Körper. Sie lernen den Unterschied zwischen Krankheit und Gesundheit. Sie lernen Bezeichnung und Funktion ihrer Gliedmaßen, der Sinnesorgane, der inneren Organe und der Zähne kennen. Bei den Zähnen ist es uns wichtig, dass die Kinder auch über die Bedeutung des Zahnwechsels informiert sind.

Gesunderhaltung des Körpers

Bei ‚den Deichmäusen’ wird darauf geachtet, dass die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen können. Den Kindern wird Freude an der Bewegung vermittelt. Kinder, die sich weniger bewegen, werden unterstützt, Möglichkeiten der Bewegung zu finden, die ihnen Freude bereiten. Grundsätzlich nutzen wir den Garten bei jedem Wetter. Das Immunsystem der Kinder wird so gestärkt. 1x monatlich gehen die Kinder einen ganzen Tag in den Wald. Zusätzlich planen wir derzeit ein eigenes komplett ausgestattetes „Waldhaus“ mit Hochbeeten etc. im Garten der Einrichtung.  

Gesunde Ernährung

In der Kindertagesstätte achten wir darauf, dass die Kinder ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Frühstück erhalten, welches nicht mitgebracht, sondern von der Einrichtung angeboten wird. Dieses Frühstück wird täglich in Buffetform angeboten. Jeden Tag stehen den Kindern frisches Obst sowie ungesüßter Tee und Wasser zur Verfügung. Wir achten darauf, dass die Kinder ausreichend Flüssigkeit während des Tages zu sich nehmen. Projektbezogen kaufen wir mit den Kindern Lebensmittel ein und verarbeiten diese.

Jeden Tag genießen wir frisch zubereitete Mittagskost von unserer Köchin. Es gibt jeden Tag zur warmen Hauptmahlzeit einen Salat oder einen Nachtisch für die Kinder. Wir achten gemeinsam auf eine ausgewogene Ernährung und bereiten einen vielseitigen Essensplan vor. Das Essen wird gezielt für die Ernährung der Kleinsten salzarm zubereitet. Schweinefleisch wird nicht verwendet. Süßigkeiten bieten wir in Maßen an.    

Psychohygiene

Den Kindern in der Kindertagesstätte werden viele Möglichkeiten geboten, um positive Gefühle, Erfolgserlebnisse und Anerkennung zu erleben. Dies führt zu einem positiven Selbstbild und dem Aufbau des Selbstwertgefühls.

Wir helfen den Kindern, belastende Situationen zu bewältigen. Die Kinder lernen mit Emotionen wie Angst, Trauer, Eifersucht oder Einsamkeit umzugehen und Stress, Konflikte und Krisen zu bewältigen. Den Kindern wird bei den Deichmäusen auch das Erleben, wie gut Stille tut, ermöglicht. Die Erzieherinnen führen Entspannungsübungen, Yoga, Traumreisen u.ä. mit den Kindern durch.

Sexualerziehung

Kinder entdecken ihren eigenen Körper und merken die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Die Kinder sollen das Gefühl und die Möglichkeit haben, unbeschwert ihre Fragen zu der Thematik Sexualität stellen zu können. Sie bekommen eine altersgemäße Antwort auf ihre Fragen.

Die Kinder sollen ihr Bedürfnis nach Nähe in der Kindertagesstätte ausleben können. Wir achten darauf, dass Jungen und Mädchen dies erleben können, ohne dabei von anderen Kindern negative Rückmeldungen zu erfahren. Grundsätzlich sollen Kinder in diesem Zusammenhang auch lernen „Nein“ zu sagen.

Suchtprävention

Bereits im Kindesalter können sich suchtfördernde Eigenschaften entwickeln. Daher ist die Suchtprävention auch schon im Kindergarten ein wichtiger Bereich. Insbesondere müssen Verhaltensmustern vorgebeugt werden, bei denen Kindern auf Frustration, Enttäuschung, Langeweile u.ä. mit einer Ersatzbefriedigung, z.B. Essen oder Medienkonsum, reagieren. Kinder lernen stattdessen, wie sie sich selbst beschäftigen können, wie man Probleme selbst oder mit Hilfe anderer löst. Unterstützung zur Umsetzung dieser Ziele leiten wir aus dem Programm „Papilio“, einem zertifizierten Verfahren zur Suchtprävention im frühen Kindesalter. 

Hygiene und Körperpflege

Den Kindern wird grundlegendes hygienisches Verhalten zur Vermeidung und Vorbeugung von Krankheiten, aber auch der Freude am eigenen Körper, vermittelt. Die Erzieherinnen unterstützen die Kinder je nach Bedarf bei ihrer Körperpflege, halten sie zur Selbstständigkeit an und vermitteln ihnen Kompetenzen.

Es ist uns wichtig, den Kindern die Bedeutung einer richtigen Zahnpflege zu vermitteln. Den Kindern steht eine eigene Zahnbüste für das tägliche Putzen nach den Mahlzeiten zur Verfügung. Weiterhin wird ihnen die Bedeutung von Zahnprophylaxe durch einen Besuch des zahnärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes in der Kita verdeutlicht. Die Mitarbeiter des zahnärztlichen Dienstes besuchen die Einrichtung 6x im Jahr, um Kindern die richtige Zahnpflege näher zu bringen und Fragen der Eltern zu beantworten.

Unfälle verhüten

Die Räume und das Außengelände sind so gestaltet, dass Unfälle weitgehend vermieden werden. So haben z.B. die Steckdosen eine Kindersicherung, das Außengelände ist frei von giftigen Pflanzen und Sträuchern und die Fenster im Obergeschoss sind abschließbar. Die Erzieherinnen nehmen ihre Aufsichtspflicht sorgfältig war und verhindern so Gefährdungssituationen.

Die Verkehrserziehung spielt bei der Verhütung von Unfällen auch eine Rolle. Wir üben die Verhaltensweisen im Straßenverkehr mit den Kindern bei Spaziergängen und Ausflügen ein. Einmal im Jahr kommt ein Verkehrpolizist zur Verkehrserziehung. Das Verhalten im Brandfall wird mit den Kindern in regelmäßigen Abständen geübt. Es werden den Kindern Kenntnisse vermittelt, wie sie sich im Falle eines Unfalles verhalten sollen.

Krankheiten

Kinder erleben eine Vielzahl von Krankheiten während ihrer Zeit im Kindergarten an sich selbst oder bei anderen Kindern.

Dadurch kann den Kindern vermittelt werden, welche Krankheiten es geben kann, wie man sich verhält und was beim Arzt oder im Krankenhaus geschieht. Bei einem Besuch im Krankenhaus, in einer Arztpraxis, durch den jährlichen Besuch des zahnärztlichen und Kinder- und Jugendmedizinischen Dienstes des Gesundheitsamtes in der Kita wird den Kindern das Theoretische praktisch verdeutlicht.

Bei der Aufnahme des Kindes in die Kindertageseinrichtung werden die Eltern gebeten, die Erzieherinnen über Krankheiten, Allergien oder andere Auffälligkeiten des Kindes zu informieren. Die Erzieherinnen weisen die Eltern auf die Bedeutung und den Sinn der Vorsorgeuntersuchungen und der Impfungen hin und erinnern an die Wahrnehmung der Termine.

Hygieneplan

Die Kindertagesstätte verfügt über einen Hygieneplan, in dem die Abläufe festgelegt sind, die sicherstellen, dass keine Gesundheitsgefährdungen für die Kinder auftreten. Dazu gehört z.B. Lüften der Räume, Temperaturmessungen des Essens, Reinigungsintervalle. Die Eltern können bei Interesse den Hygieneplan einsehen.


Pädagogische Arbeit - Gesundheit
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